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Promenade in Jalta und andere Städtebilder. In einem Essay, der vor Enthusiasmus geradezu vibriert, preist Andreas Breitensetin den Autor als eine Art Märchenprinzen: Niemand habe wie Schlögel die - zumindest für den Westen - versunkene Geschichte und Realität Mittel- und Osteuropas "wachgeküsst". "Schlögel ist ein Ostverführer... Glücklich mischen sich in seinen Texten Essay und Reportage, Theorie und Anschauung, Enzyklopädie und Detailbeobachtung". Breitenstein schildert, mit welchem Aufwand und aus welchen Quellen Schlögel sein Material beibringt: Er begnügt sich nicht mit Reisen, er liest auch alte Telefonbücher oder Vorlesungsverzeichnisse. "Grandios" findet er dabei auch, wie Schlögel in dem Essay "Unmixing Europe - Kosovo war überall" seine zentrale These entfaltet: Demnach war der Krieg um Kosovo nur die letzte Station in einem säkularen und tragischen Prozess der "Entmischung" Europas, der seit dem Ersten Weltkrieg andauert. Breitensetein betont aber, dass Schlögel nicht einfach ein Elegiker der unwiederbringlich verlorenen Multikulturalität Osteuropas sei, sondern im Gegenteil auch ein Visionär, der in den archaischen Basars der russischen Städte die Zeichen einer heraufziehenden europäischen Zivilgesellschaft erkennt. Eine kritische Bemerkung schleicht sich nur bei Schlögels Schilderung der Stalinschen Bau- und Industrialisierungstätigkeit ein, der nach Breitenstein "etwas Apologetisches anhaftet".
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Mein Leben unter zwei Himmeln. Eine Lebensgeschichte zwischen Shanghai und Hamburg.
Der Himmel über dem Flughafen Frankfurt: 1969 begann hier das zweite Leben des Yu Chien Kuan. Aber auch dieser Anfang gestaltete sich nicht leicht. Die neue Heimat, die er nur aus Erzählungen über die Nazizeit kannte, war ihm unheimlich, zudem sprach der Chinese kein Wort Deutsch. Naiv und bestürzend zugleich, schildert Kuan, damals gerade einer eineinhalbjährigen so genannten Schutzhaft im berüchtigten Kairoer Gefängnis entronnen, seine Furcht vor der vermeintlichen Todesspritze durch deutsche Behörden, die sich jedoch lediglich als Impfschutzmaßnahme heraustellte. Zu diesem Zeitpunkt konnte den vom Schicksal Verfolgten jedoch kaum mehr etwas erschüttern.
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Bioterror. Tod aus dem Labor. Dr. Ken Alibek, Jahrgang 1950, promovierte zu Sowjet-Zeiten in Mikrobiologie über die Forschung und Entwickung biologischer Tularämie- und Pestkampfstoffe sowie in Biotechnologie über die industrielle Produktion von Milzbranderregern. 1975 wurde er Mitarbeiter von "Biopreparat". Dort hatte er von 1987 bis 1992 den Posten des Ersten Stellvertretenden Direktors inne. Nachdem er sich 1992 in die USA abgesetzt hatte, beriet er verschiedene US-Dienste und widmete sich Fragen der Verteidigung gegen...
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